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Reaktivierung von Bunkern und Schutzraumtüren

Reaktivierung von Bunkern und Schutzräumen

In der Bundesrpublik Deutschland existieren aus Zeiten des Kalten Krieges noch eine Vielzahl an Schutzraum- und Bunkerbauten. Die meisten dieser Schutzanlagen sind über die Jahre in Vergessenheit geraten und wurden meist jahrzehntelang weder gewartet noch instandgehalten.

 

Wir können mit gezielten Maßnahmen bestehende Schutzbauten reaktivieren und einsatzbereit machen.

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Zivilschutzbunker und Schutzraumbauten

Schutzraum Aufbau

Aufgabe und Einsatz von Bunkerbauten

Ein Großteil der deutschen Zivilschutzbunker und Schutzraumbauten wurden zur Zeit des Kalten Krieges errichtet. Diese Schutzbauwerke wurden primär zum Schutz vor kriegerischen Auseinandersetzungen errichtet und mussten atomaren, biologischen, chemischen sowie konventionellen Waffen standhalten.

Bei den damaligen Schutzraumbauten wurde unterschieden zwischen:

  • öffentlichen Schutzraumanlagen

  • privaten Schutzräumen

Im Jahr 1997 gab es in Deutschland insgesamt ca. 2.000 öffentliche Schutzraumanlagen und ca. 9.000 private Schutzraumbauten. Diese Schutzraumbauten konnten für ca. 3% der Bevölkerung Schutz bieten. Ab dem Jahr 1997 wurde mit dem Rückbau der bestehenden Schutzräume begonnen, sodass bei einer Bestandsaufnahme im Jahr 2022 nur noch 599 öffentliche Schutzraumbauten zur Verfügung standen. Von diesen Zivilschutzanlagen ist keine einzige einsatzfähig. [1]

Historische Entwicklung in Deutschland

In den letzten 25 Jahren wurde der Bau und Erhalt von Schutzräumen in Deutschland sukzessive eingestellt. Nachfolgend ein kurzer Überblick über die politischen Entscheidungen der vergangenen Jahre

Vergleich zu den Nachbarländern

In den vergangenen Jahren wurde der bauliche Zivilschutz in den europäischen Ländern sehr unterschiedlich behandelt. Die Schweiz, Finnland und Schweden sind Spitzenreiter im Bezug auf vorhandene Schutzraumbauten. So sieht es das Schweizer Bundesamt für Bevölkerungsschutz (BABS) vor, dass für jeden Bürger ein Schutzraumplatz zur Verfügung stehen muss. [1]

Notausstieg mit Treppenabstieg von Schutzraum und Bunkern

Notausstieg eines Zivilschutzbunkers

Im Gegensatz zu diesen Ländern steht für die deutsche Bevölkerung keine einzige einsatzbereite Schutzraumanlage zur Verfügung. [2]

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Reaktivierung von privaten Schutzräumen

Private Hausschutzräume (Baujahr bis 1996)

In den Jahren 1968 bis 1996 wurden ca. 9.000 private Hausschutzräume in Deutschland errichtet. Der Bau dieser Schutzräume musste gemäß dem Gesetz über bauliche Maßnahmen zum Schutz der Zivilbevölkerung (SchBauG) erfolgen.

Schutzräume mussten gemäß § 3 Abs. 1 SchBauG die Anforderungen des „Grundschutzes“ erfüllen und gegen herabfallende Trümmer, radioaktive Niederschläge, Brandeinwirkungen sowie gegen biologische und chemische Kampfmittel Schutz gewähren.

Bei den damaligen Schutzräumen wurde in zwei Kategorien unterschieden:

  • Hausschutzräume - Grundschutz

  • Hausschutzräume - Verstärkter Schutz (3 bar)

Hausschutzraum im Keller reaktivieren durch Fachplanung

Hausschutzraum für 7 Personen

Aufbau von privaten Hausschutzräumen

Schutzräume dieser Bauart bestehen aus massiven Wänden und Decken aus Stahlbeton und befinden sich meist im Kellergeschoss von Wohnhäusern. Die Raumaufteilungen und Anordnungen sind meist ähnlich und umfassen:

  1. Eingangsbereich mit Schleuse (ausgestattet mit Drucktür und Gastür)

  2. Aufenthaltsraum mit Betten

  3. Trockenabort (WC)

  4. Lüftungsgerät mit Handkurbel

  5. Sandfilterraum in Kombination mit Notausstiegsschacht

Hausschutzraum aus Deutschland kann wieder erneuert und reaktivert werden vom Schutzraum-Zentrum

Luftführung bei Hausschutzräumen (Baujahr vor 1996)

Die Luftführung erfolgt über den Notausstiegsschacht. Zwischen Filterraum und Notausstiegsschacht ist eine selbstbetätigende Luftstroßsicherung verbaut, die ansaugseitig vor Überdruck schützt. Der Filterraum ist mit einem speziellen Filtersand befüllt, welcher Partikel aus der Ansaugluft filtert.

Im Schutzraum selbst befindet sich das Lüftungsgerät, welches mithilfe einer Handkurbel Luft in den Schutzraum befördert. Am Lüftungsgerät selbst kann über die Absperrarmatur mit einer Schnellschlussklappe zwischen Normalluft und Schutzluft umgeschalten werden.

Die Abluft wird über die Abluftarmatur in die Eingangsschleuse geleitet. Von dort aus gelangt sie über die Überdruckarmatur nach draußen.

Reaktivierung von privaten Hausschutzräumen

Bestehende Hausschutzräume können mit gezielten Maßnahmen und überschaubarem Aufwand wieder reaktiviert werden. Meist sind die Stahlbetonwände noch in einem guten Zustand, sodass sich der Fokus bei der Instandsetzung auf die Schutzraumtüren sowie die Belüftungsanlage richtet.

 

Schutzraumtüren

Je nach Zustand der Türen und Dichtungen können die verbauten Druck- und Gastüren weiter verwendet werden. Bei größeren Schäden (Rost, Undichtigkeit, etc.) bieten wir passende neue Türen mit Montage für den Hausschutzraum an.

Lüftungsgeräte

Für die damals verbauten Lüftungsgeräte gibt es heutzutage keine Ersatzteile oder Austauschgeräte mehr. Zum anderen hat sich der Filtersand über die Jahre hinweg mit Feuchtigkeit angereichert, sodass der Filterluftbetrieb in den meisten Fällen nicht mehr sichergestellt ist.

Für eine sichere Luftversorgung können wir neue ABC-Lüftungsanlage mit passenden Überdruck-Explosionsschutzventilen verbauen. Diese Anlagen sind mit Gasfilter ausgestattet und können auch ohne Sandfilter betrieben werden. Somit bietet die Schutzraumbelüftungsanlage Schutz vor atomaren, chemischen sowie biologischen Kampfstoffen.

Fachberatung

Im Rahmen unserer Fachberatung erstellen wir einen Reaktivierungsplan für den Bestandsschutzraum und bieten die passenden Komponenten sowie die Montagedienstleistung für die vollständige Reaktivierung Ihres Schutzraumes an.

Gerne können wir Sie hierzu in einem ersten unverbindlichen Telefonat beraten.

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Reaktivierung von öffentlichen Schutzraumanlagen

Öffentliche Schutzraumanlagen in Deutschland

Die öffentlichen Schutzraumanlagen in Deutschland umfassen Luftschutzanlagen in Form von Hoch- und Tiefbunkern sowie alte Stollenanlagen, die hauptsächlich während des Zweiten Weltkrieges aus Sicherheitsgründen errichtet wurden. Zusätzlich wurden seit den 1960er Jahren insbesondere in Ballungszentren Mehrzweckanlagen wie Tiefgaragen oder Bahnhöfe neu gebaut oder renoviert.

 

Zwischen 1959 und 1997 wurden auch voll- und teilgeschützte Hilfskrankenhäuser eingerichtet, wobei die Nutzung als Hilfskrankenhäuser im Jahr 1997 eingestellt wurde und eine Umwidmung zu öffentlichen Schutzräumen erfolgte. In den alten Bundesländern existierten insgesamt etwa 2.000 solcher Anlagen.

Im Jahr 2007 wurde auch der öffentliche Schutzraumbau aufgegeben, worduch auch bei bestehenden Schutzbauten keine Instandhaltungen mehr durchgeführt wurden. Ein Großteil dieser Bauten wurde zudem entwidmet und rückgebaut. 

Bei einer Bestandsaufnahme im Jahr 2022 standen noch 599 öffentliche Schutzbauten zur Verfügung, wobei keine dieser Anlagen betriebsfähig ist. [1]

Schutzraumtore eines Zivilschutzbunkers in Deutschland zum Schutz

Schutzraumtür aus Stahlbeton

Aufbau von öffentlichen Schutzraumanlagen in Deutschland

Die meisten öffentlichen Schutzraumanlagen aus dem Kalten Krieg wurden nach den bautechnischen Grundsätzen des Bundesministeriums für Raumordnung, Bauwesen und Städtebau errichtet. Viele der Schutzraumanlagen wurden als Mehrzweckbauten errichtet, sodass Tiefgaragen oder U-Bahnhöfe als Zivilschutzanlagen genutzt werden konnten, um einer großen Anzahl an Personen Schutz zu bieten. Zu den wichtigsten bautechnischen Fassungen zählten die:
 

  • Bautechnische Grundsätze für Großschutzräume des Grundschutzes in Verbindung mit Tiefgaragen als Mehrzweckbauten

  • Bautechnische Grundsätze für Großschutzräume des Grundschutzes in Verbindung mit unterirdischen Bahnen (Haltestellen/Bahnhöfe) als Mehrzweckbauten

Bautechnische Grundsätze für Großschutzräume. Verbindung mit Tiefgaragen als Mehrzweckbaut

Großschutzraum des Grundschutzes in Verbindung mit einer

Tiefgarage für 700 Personen

Die Zu- und Ausgänge der deutschen Mehrzweckanlagen wurden mit speziellen Schutzraumtüren und -toren ausgestattet. Im Ernstfall konnten die Zufahrtsöffnungen der Tiefgaragen mit den massiven Toren druckdicht verschlossen werden. Für den Personenbetrieb wurden in den Bauten Schleusen mit Schleusentüren vorgesehen, worüber auch nachträglich Personen die Zivilschutzanlage betreten oder verlassen konnten.

Für die Luftversorgung wurde über einen Ansaugschacht Frischluft angesaugt und über einen Sandfilter und Gasfilter dekontaminiert. Über die Lüftungsanlage wurde dann die gefilterte Luft über Lüftungsrohre in der Zivilschutzanlage verteilt. Die Abluft wurde über Explosionsschutzventile nach außenhin abgeleitet.

Für den Betrieb wurden in den Mehrzweckanlagen Betten, Trocken-WCs und medizinische Ausrüstung bevorratet.

Schutzraumtore zum Abschluss eines Zivilschutzbunkers in Deutschland zur Reaktivierung

Schutzraumtor (links) und Schleusentür (rechts)

Reaktivierung von öffentlichen Schutzraumanlagen

Seit 2007 wurde in öffentliche Schutzraumanlagen kein Geld mehr investiert, wodurch die meisten Schutzraumkomponenten darin verrostet und nicht mehr betriebsfähig sind. Mit gezielten Maßnahmen können die Anlagen und ihre Komponenten jedoch wieder reaktivert werden.

Schutzraumtore und Schiebewände

Schutzraumtore bestehen aus 30-40 cm Stahlbeton und verschließen Zufahrten von Schutzräumen. Diese speziellen Abschlüsse müssen Schutz vor Explosionsdrücken, Trümmern und Splittern, Gasen sowie eine ausreichende Abschirmung gegen radioaktive Strahlung sicherstellen.

 

Die meisten Schutzraumtore wurden seit Jahrzehnten nicht mehr bewegt und instandgehalten. Die Laufschienen und Rollen der Tore sind meist stark verrostet, wodurch die Tore nicht mehr verschließbar sind. Je nach Korrosionsbeschädigung müssen für die Reaktivierung die Laufschienen und Rollen getauscht oder komplett neue Schutzraumtore verbaut werden.

Rollen und Laufschiene eines Schutzraumtors

Einbau einer neuen Panzerschiebewand

Instandsetzung und Neufertigung von Schutzraumtoren

Das Deutsche Schutzraum-Zentrum bietet Fachberatung zur Reaktivierung von öffentlichen Schutzraumanlagen an.

 

Wir können bestehende Schutzraumtore und Panzerschiebewände wieder instandsetzen aber auch neue Schutzraumabschlüsse wie eine Panzerschiebewand auf Maß fertigen und verbauen.

Schleusentüren

Je nach Zustand der Türen und Dichtungen können die verbauten Schleusentüren weiter verwendet werden. Bei größeren Schäden (Rost, Undichtigkeit, etc.) bieten wir passende neue Türen mit Montage an.

Schutzraum Belüftungsanlagen

Mit der Entwidmung der öffentlichen Schutzbauten wurden die Belüftungsgeräte der öffentlichen Schutzraumbauten teilweise rückgebaut.

 

Bestehende Lüftungsanlagen, die nicht rückgebaut worden sind, sind teilweise noch funktionsfähig und können mit gezielen Maßnahmen wieder reaktiviert werden. Je nach Zustand der Anlage können Komponenten (Gasfilter, Lüftungsmotoren, etc.) partiell ausgetauscht und erneuert werden.

Reaktivierung von Bunker Lüftungsanlage Schutzraum Belüftungsanlage und inbetriebnahme Schutzraum

Alte Schutzraum Belüftungsanlage

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Unsere Leistungen

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Wir sind Deutschlands Experten für den Schutzraumbau und die Reaktivierung von Schutzanlagen

Für die Reaktivierung von bestehenden Schutzräumen erstellen wir Fachgutachten. Auf Basis der Gutachten können wir einen Reaktivierungsplan für die bestehende Anlage erstellen und das Schutzraumbauwerk wieder reaktivieren. Wir bieten folgende Leistungen:
 

  • Fachberatung und Erstellung von Gutachten zur Reaktivierung

  • Erstellung von Reaktivierungsplänen

  • Vertrieb und Montage von Lüftungsanlagen, Gasfiltern, Schutzraumtoren, Panzerschiebewänden, Betten, Trockenklosetts sowie Mobiliar

  • Bau und Reaktivierung von Schutzräumen und Bunkern

Kontaktieren Sie uns für ein kostenloses und unverbindliches Beratungsgespräch.

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